… beim Aufwachen hat, Tagträume? So zwischen schlafend und wach? Ich hatte vor ein paar Tagen einen Gedanken, den ich während des Aufwachens nicht losgeworden bin und der mich seitdem hin und wieder ‚erschreckt‘.
Ich hatte das Bild vor Augen, wie ich beim Katamaransegeln mit meinem Vater rückwärts vom Katamaran falle. Der Katamaran mit meinem Vater schnellt weiter, ich bin im Wasser, der Strand ist zu sehen, aber weit weg. Ich muss alleine zum Strand schwimmen, unter mir ist tiefes dunkles Wasser, dass mich in die Tiefe zu ziehen scheint. Der kommt nicht näher und ich bekomme Panik. Da endet dieser Gedanke, Tagtraum, oder was auch immer. Ich bin nie vom Katamaran gefallen. Aber ich hatte auch nie eine Schwimmweste. Ich war etwa acht bis zwölf Jahre als, als wir sonntags bei gutem Wetter an den Strand fuhren und ich, um meinem Vater zu gefallen, mit ihm mit dem Katamaran auf die Ostsee hinaus fuhr.
Ich hatte Todesangst. Die hatte ich eigentlich auch sonst fast immer. In der Nähe meiner Eltern hatte ich immer Angst. Aber diese Touren auf dem Katamaran – Hölle pur. Aber wenn ich nicht mitgesegelt wäre, hätte ich diese mini-kleine Chance, dass mein Vater stolz auf mich ist, auch noch vertan. Die Angst davor, war scheinbar größer, als die Angst zu ertrinken. Und mein Vater? Der war womöglich sogar stolz auf mich. Aber wusste nicht, welchen Preis ich dafür bis heute bezahle. Von der Verantwortungslosigkeit, ein Kind ohne Schwimmweste auf eine Katamaran mitsegeln zulassen, mal ganz abgesehen.